STIU 2026 - 15. Schweizer Tag für Informatikunterricht

«Zwischen Kreide und KI: Mit Informatik in die Zukunft»

Der 15. Schweizer Tag für Informatikunterricht und das Schweizer Finale des Informatikbiber-Wettbewerbs finden am Freitag, dem 19. Juni 2026, an der ETH Zürich statt.

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Die Zukunft des Informatikunterrichts ist selten so kontrovers diskutiert worden wie aktuell. Auf der einen Seite gibt es gute Nachrichten aus Österreich, wo wir kurz davor stehen, ein Fach «Informatik und künstliche Intelligenz», bestehend aus einem 3-stündigen Pflichtfach und einem 6-stündigen Wahlpflichtfach, in der Oberstufe zu etablieren. Wir freuen uns sehr darüber, mit Andreas Bollin und Roderick Bloem zwei Persönlichkeiten auszuzeichnen, die daran massgeblich mitgewirkt haben. Gute Neuigkeiten gibt es auch im hohen Norden. In Dänemark werden 51 Pilotschulen (und damit insgesamt 280 Klassen) Informatik in die Lehrpläne aufnehmen. Mit Michael Caspersen begrüssen wir am STIU eine Persönlichkeit, die dies aktiv vorantreibt und zudem eine zentrale Rolle in der Erforschung der Informatikdidaktik spielt, wofür er unter anderem 2022 mit dem «ACM Karl V. Karlstrom Outstanding Educator Award» und 2024 mit dem «ACM SIGCSE Award for Outstanding Contribution to Computer Science Education» ausgezeichnet wurde.

Auf der anderen Seite werden Stimmen laut, die die Sinnhaftigkeit von Informatikkompetenzen und damit Informatikunterricht allgemein in Frage stellen. «Warum sollten Schülerinnen und Schüler noch Programmieren lernen? Das sei nun unnötig, denn das können Large-Language-Models immer besser.» Wer so argumentiert, verliert allem Anschein nach den allgemeinbildenden Auftrag der Schule aus dem Blick. Beispielsweise wird kritisches Denken, gerade in Zeiten, in denen grosse Sprach-Modelle das Internet überschwemmen, wichtiger denn je. Und wie wollen wir dies fördern, wenn die Grundlagen nicht mehr Teil der Schulausbildung sind? Das heisst nicht, dass wir nicht kritisch hinterfragen sollten, was unterrichtet wird; aber es heisst ebenso wenig, dass Grundlagen reinen Anwendungskompetenzen weichen müssen, weil die Technologie beeindruckende Fortschritte gemacht hat.

Am STIU 2026 finden Informatik-Lehrpersonen und alle anderen Interessierten wie jedes Jahr ein reichhaltiges Angebot an Impulsen für ihren Informatikunterricht, selbstverständlich auch zu Fragestellungen rund um das, was wir heute als «künstliche Intelligenz» bezeichnen.

Wie jedes Jahr ist die Teilnahme selbstverständlich kostenlos. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch!

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Programm

Registrierung 12:00-13:00

Gipfeli und Äpfel zur Begrüssung
ETH-Hauptgebäude Foyer E Nord

Workshops (1. Runde) 13:00-14:30

Parallel: Finale des Informatikbiber-Wettbewerbs
Parallel: Programm für Begleitpersonen «Wer gewinnt»

Workshops (2. Runde) 15:00-16:30

Parallel: Workshops für Finalistinnen und Finalisten des Informatikbiber-Wettbewerbs
Parallel: Programm für Begleitpersonen «Informatikunterricht mit Bibern und Schildkröten»

Begrüssung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer 17:00-17:15

Prof. Dr. Günther Dissertori, Rektor der ETH Zürich
Prof. Dr. Dennis Komm
Audi Max (HG F 30)

Verleihung der MINT-Preise des Rektors und der ABZ-Ehrungen 17:15-17:45

Prof. Dr. Günther Dissertori, Rektor der ETH Zürich
Prof. Dr. Dennis Komm
Audi Max (HG F 30)

Informatikbiber-Finale 2025/26 17:45-18:15

Siegerinnen- und Siegerehrungen
Audi Max (HG F 30)

STIU-Workshops

Wir freuen uns, Ihnen dieses Jahr elf Workshops rund um die Informatik in der Schule anzubieten.

Denken lernen mit der genetischen Sokrates-Methode

Das Ziel dieses Workshops ist es zu zeigen, wie man mittels einer Reihe von Kartentricks im Unterricht die Klasse zu einem selbständigen, erfolgreichen Entwurf von fehlerentdeckenden und selbstkorrigierenden Kodierungen befähigen kann. Der Schwierigkeitsgrad der Zaubereien wächst von der ersten Klasse der Primarschule bis zur Matura.

Das Finale ist die selbständige Entdeckung der bekannten Hamming-Codes, und zwar ohne lineare Algebra. Wir zeigen Lehrpersonen, wie man den Weg zur Zielsetzungen so in eine Folge von kleinen Challenges zerlegen kann, dass die Schülerinnen und Schüler diese Herausforderungen mit einem hohen Grad an Selbständigkeit meistern können.

Leitung: Prof. em. Dr. Juraj Hromkovič, ETH Zürich; Regula Lacher, ETH Zürich

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Gymnasial-Lehrpersonen, Interessierte

Voraussetzungen: keine

Inspirierendes Material für Robotik mit Kunst und umgekehrt in Zyklus 2

Wie kann Robotik mit Bildnerischem Gestalten kombiniert werden? In diesem Workshop tauchen Lehrpersonen in die «MINKT-Box Robotik» ein und erleben selbst, wie sich Kunst und Informatik gegenseitig inspirieren. Ausgehend von einem künstlerischen Werk experimentieren die Teilnehmenden mit dem Thymio-Roboter und entdecken spielerisch algorithmische Prinzipien. Der Workshop bietet einen Einblick in das Unterrichtsmaterial der «MINKT-Box Robotik» und zeigt, wie interdisziplinärer Unterricht in Zyklus 2 motivierend und praxisnah gestaltet werden kann.

Leitung: Dr. Susan Grabowski, ETH Zürich

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen Zyklus 2 und alle Interessierten

Voraussetzungen: Eigenes Notebook mit einer installierten Thymio-Suite und einem USB-Adapter.

Beispiele zu Hands-On-Aktivitäten zum Thema Netzwerke und Datenübertragung

«Informatik Unplugged» ist ein didaktisches Prinzip, das grundlegende Konzepte der Informatik durch motivierende, haptische Aktivitäten («Hands-On»-Aktivitäten) vermittelt, die nicht zwingend eine Verwendung von Computern erfordern. Entsprechend der historisch-genetischen Methode können im Informatikunterricht derartige «Hands-On»-Aktivitäten am Beispiel der optischen Telegrafie zum Thema «Netzwerke und Datenübertragung» entwickelt werden.

Optische Telegrafenlinien stellen einfache Kommunikationssysteme dar, die historisch verbürgt sind und eine regionale Verortung aufweisen. Im Workshop werden unterrichtsnahe Beispiele vorgestellt, erprobt und diskutiert. Dabei werden sowohl Bezüge zu informatischen Konzepten, zur Historie des Kommunikationssystems und zum Lehrplan hergestellt. Die Diskussion erfolgt zudem vor dem Hintergrund der Relevanz für die Unterrichtspraxis als auch mit Verweis auf noch heute gebräuchliche Verfahren.

Leitung: Prof. Dr. Matthias Müller, Pädagogische Hochschule Graubünden

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Sekundarstufen I und II

Voraussetzungen: Es sind keine besonderen Voraussetzungen nötig.

Klassische Methoden, neue Impulse

«Hilfe! Professor Mysterius ist verschwunden!» – so klingt der Beginn eines spannenden Escaperooms, in dem Schülerinnen und Schüler in die Welt der klassischen Verschlüsselungsmethoden eintauchen und dabei spielerisch verschiedene kryptologische Verfahren kennenlernen und anwenden. In diesem Workshop dürfen auch Erwachsene mal wieder Kind sein und den Escaperoom selbst erleben.

Die vorgestellten Inhalte eignen sich dabei nicht nur als Bestandteil des Escaperooms, sondern können auch unabhängig davon im Unterricht eingesetzt werden. Der Workshop stellt somit nicht nur ein fertiges Unterrichtskonzept vor, sondern setzt zugleich neue Impulse für den eigenen Unterricht.

Leitung: Annika Vielsack KIT; Tobias Antensteiner, KIT

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Gymnasial-Lehrpersonen

Voraussetzungen: keine

Cyber-Security praktisch unterrichten

Cyber-Security ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema und entsprechende Kompetenzen finden sich deshalb zu Recht im Rahmenlehrplan des Bundes. Unterrichtsmaterialien zu diesem Themengebiet gibt es aber nur spärlich, weshalb es bei Lehrpersonen unter Umständen zu kurz kommen mag.

CyberQuest ist eine Online-Lernplattform, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, ganz konkret mit Cyber-Security in Kontakt zu kommen. Im Rahmen «echter» Anwendungen wie einer Social-Media-Plattform oder E-Mail können Sicherheit und Sicherheitslücken ausgelotet und den Anwendungen unter die Haube geschaut werden.

Im Workshop wird die Plattform sowie der weitere Verlauf der Entwicklung vorgestellt. Es bleibt Zeit, sie selbst auszuprobieren und/oder Feedback zur aktuellen Überarbeitung zu geben.

Leitung: Sven Grübel, ETH Zürich; Madlaina Holler, Kantonsschule Zürcher Unterland

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Gymnasial-Lehrpersonen, Interessierte

Voraussetzungen: Eigener Laptop oder Tablet

Bebras tasks are useful outside of the challenge as well

The tasks from the annual Bebras challenge are available year-round as standalone activities. Some lend themselves particularly well to full lessons within «Medien und Informatik» / «Éducation numérique» courses. In this workshop, we will use the Hivobu task from last year's contest to demonstrate an interactive platform we developed with a team of teachers, and present various ways it can be used in classroom settings—from students as young as 8 to the end of high school. We will show how such an activity can address pre-concepts of programming and data representation as well as training computational thinking in several ways.

Leitung: Dr. Jean-Philippe Pellet, HEP Vaud, EPFL; Gloria Pittet, EPFL

Sprache: English

Zielgruppe: Teachers

Voraussetzungen: Keine

When AI writes the code, what should students learn?

The rapid adoption of generative AI tools is transforming how students engage with programming. While AI systems can now generate correct and functional code, they also risk allowing students to bypass the cognitive processes necessary for developing a deep understanding of computational concepts. This creates a growing gap and tension.

This workshop focuses on how to design computer science learning experiences that prioritize understanding over mere code generation. We introduce practical, classroom-ready strategies that help teachers shift from outcome-based assessment to process-oriented learning. Participants will explore techniques such as tracing program execution, analyzing and correcting AI-generated outputs, and designing tasks that require explanation, prediction, and reasoning.

Through interactive activities, teachers will redesign a typical programming assignment to make it more resistant to superficial AI use and more effective in fostering students’ mental models of computation.

Leitung: Prof. Dr. April Yi Wang, ETH Zurich

Sprache: English

Zielgruppe: Secondary school teachers

Voraussetzungen: Participants are expected to have:

  • Basic familiarity with programming concepts (e.g., variables, conditionals, loops), though no advanced technical expertise is required.
  • An interest in integrating or responding to the use of generative AI in classroom settings No prior experience with AI tools or machine learning is required.

Praxisnahe Unterrichtseinstiege für motiviertes und nachhaltiges Lernen

Die Stärke von flexiblen Konzepten wie «Flipped Classroom» oder «eduScrum» liegt darin, der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Vorwissens und der Bedürfnisse gerecht zu werden. So lassen sich Lernziele motiviert, vollständig und nachhaltig erreichen–besonders in Grundlagenfächern, die die Basis für weiterführende Inhalte bilden.

Bei «Flipped eduScrum» erarbeiten Schülerinnen und Schüler die Inhalte in einer asynchronen Lernphase mit geeignetem Unterrichtsmaterial. Die gemeinsame Präsenzzeit nutzen wir für spannende Unterrichtseinstiege, regelmässige Standortbestimmungen, vertiefende Diskussionen, Anwendungen und Teamarbeit. Die Lehrperson gibt die Lernziele und Inhalte vor. Wie diese erreicht werden, entscheiden die Lernteams selbst.

In diesem Workshop liegt der Schwerpunkt auf praxisnahen und motivierenden Unterrichtseinstiegen, die Lernende von Beginn an aktiv einbinden.

Leitung: Dr. Lucia Di Caro, FHNW

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen ab Sekundarstufe II

Voraussetzungen: Keine

Eine KI-Methode im Unterricht kennenlernen und einsetzen

Wie funktioniert «KI»? Eine wichtige Frage, die pauschal nicht so einfach zu beantworten ist. Aber eine grundlegende Methode, die die Basis vieler moderner KI-Systeme ist, lässt sich erklären: Künstliche Neuronale Netzwerke. Wie diese Methode Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe nähergebracht werden kann, stellt das TU Wien «Informatics eduLAB» in diesem Workshop vor.

Das präsentierte Lehrmaterial lässt Lernende einen Blick hinter die Kulissen dieser Methode werfen, mit dem Ziel das Thema KI zu entmystifizieren. Eine «Unplugged»-Intervention zeigt, wie ein einfaches neuronales Netz funktioniert und trainiert werden kann. Es folgt dasselbe Netz nochmal, aber in einer Excel-Tabelle implementiert. Zum Schluss folgt ein realitätsnäherer Anwendungsfall: Das Klassifizieren von handgeschriebenen Ziffern, implementiert und Schritt für Schritt erklärt in einem Python-Jupyter-Notebook. Teilnehmende des Workshops können das Material ausprobieren und alle Unterlagen werden kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

Leitung: Lukas Lehner, TU Wien; Klaus Nigsch, TU Wien

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Sekundarstufe

Voraussetzungen: Keine

Die Kunst der Geheimhaltung

In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in die faszinierende Welt der Kryptologie ein und entschlüsseln verborgene Botschaften. Zu Beginn besprechen wir antike Methoden der Verschlüsselung, bevor wir dann schrittweise moderne Verfahren ins Visier nehmen. Abschliessend wird ein einfaches Beispiel der Public-Key-Kryptographie vorgestellt, das auch heute noch die Grundlage sicherer Kommunikation darstellt.

Leitung: Jun.-Prof. Dr. Jacqueline Staub, Universität Trier

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen Sekundarstufe I und II

Voraussetzungen: Keine

How to Use Graphical Problem Decomposition, Pattern Recognition, and Abstraction to Start Programming in Python

Are you teaching programming? Do your students have difficulties understanding loops, variables, and functions?
These programming language features are mechanisms for abstraction. They allow us to describe and reason about computation in the abstract. But abstract reasoning can be hard.

This workshop looks at how to introduce those abstract ideas in a concrete way, starting from the very beginning of a programming course. Using Python as a programming language and the PyTamaro compositional graphics library, we present activities that can help students to understand abstract programming language ideas by playing with concrete graphical compositions.

The workshop interleaves conceptual discussions and practical exercises, and provides materials and ideas usable in an introductory programming course using Python.

Leitung: Prof. Dr. Matthias Hauswirth, USI; Luca Chiodini, USI

Sprache: Englisch

Zielgruppe: Teachers of «Sekundarstufe I und II»

Voraussetzungen: Prior knowledge of Python concepts, including variables, loops, and function definitions. Please bring along a laptop or tablet.

Biber-Workshops

Den Teilnehmenden des Informatikbiber-Finales stehen spezielle Workshops zur Verfügung.

Sortieren mit Köpfchen: Du oder der Computer?

Gemeinsam mit dem Biber gehen wir spannenden Fragen rund ums Sortieren nach: Warum sortieren wir überhaupt? Nach welchen Merkmalen lassen sich Dinge ordnen? Wie geht ein Computer beim Sortieren vor? Und wer ist eigentlich schneller oder genauer – du oder der Computer?

In diesem Workshop tauchen wir spielerisch ins Sortieren und Ordnen ein. Dabei sehen wir: Sortieren hilft nicht nur dabei, Ordnung zu schaffen, sondern auch, Dinge danach schneller zu finden und effizienter zu suchen. Wir verbinden zentrale Ideen der Informatik mit deinem Alltag und lernen, wie Menschen und Computer beim Lösen von Aufgaben zusammenarbeiten können.

Suchst du eine Herausforderung? Bist du bereit gemeinsam mit dem Biber Ordnung ins Sortieren zu bringen?

Leitung: Susanne Thut, Schweizer Informatikbiber; Nora A. Escherle, Schweizer Informatikbiber

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4

Voraussetzungen: Keine

Mit Logik und Spass knifflige Aufgaben lösen

Vielleicht bist du in den diesjährigen Bonusaufgaben schon auf die neuen Programmieraufgaben mit dem Biber gestossen. In diesem Workshop werden wir dem Biber gemeinsam helfen, weitere Herausforderungen in seinem See zu meistern. Dabei lernen wir auch neue Befehle kennen, mit denen der Biber noch kniffligere Aufgaben lösen kann.

Leitung: Dirk Schmerenbeck, Universität Trier

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6

Voraussetzungen: Laptops mit Internetzugang

Undercover Messages

Nicht jede Nachricht ist auf den ersten Blick zu erkennen, sondern versteckt sich genau dort, wo niemand danach sucht oder jeder sie übersieht. In diesem Workshop gehst du auf Spurensuche nach versteckten Botschaften.

Du probierst verschiedene Arten aus, Informationen zu verbergen, entschlüsselst Nachrichten und findest heraus, wie man mit ein bisschen Kreativität Alltägliches in ein Geheimversteck verwandeln kann.

Gemeinsam entdecken wir, wie man Botschaften so versteckt, dass nur die richtigen Augen sie finden – und warum solche Ideen nicht nur in Rätseln und Spielen, sondern auch in der echten Welt eine Rolle spielen.

Leitung: Hannah Rauterberg, BWINF

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8

Aufgaben, die algorithmisches Denken fördern

Der Känguru-Wettbewerb wird kurz vorgestellt. Anschliessend untersuchen wir Aufgaben aus dem Känguru- und aus dem Informatikbiber-Wettbewerb, die spannende Einblicke in die Welt der Mathematik und Algorithmik ermöglichen.

Im Laufe des Workshops erarbeiten sich die Teilnehmenden einzeln oder in kleinen Gruppen spannende Erkenntnisse durch Mustererkennung und andere mathematische Methoden. Wir werden eine Optimierungsherausforderung zusammen angehen.

Leitung: Clemens Pohle, ETH Zürich und Kantonsschule Hohe Promenade

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10

Voraussetzungen: Keine

Wie packe ich meinen Rucksack am besten? Und wie kann das der Computer für mich erledigen?

Programmieren ist olympisch? Ja, genau! Jedes Jahr rätseln Jugendliche aus der ganzen Welt um die Wette und lösen knifflige Problemstellungen mithilfe von Algorithmen. Dabei ist Freude am logischen Denken gefragt – alles andere bringen wir dir Schritt für Schritt bei. In diesem Workshop schauen wir uns eine Aufgabe dieser Olympiade an, in der es darum geht, einen Rucksack möglichst optimal mit Proviant zu bepacken. Wir lösen diese Aufgabe gemeinsam – zuerst an der Wandtafel und dann am Computer. Egal ob du schon etwas programmieren kannst oder nicht, wir zeigen dir, was es alles dazu braucht, damit ein Algorithmus die beste Rucksackbepackung für dich berechnen kann.

Leitung: Benjamin Schmid, SOI

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 bis 13

Voraussetzungen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, einen Laptop mitzunehmen. In den kommenden Tagen werden sie von den Referenten weitere Informationen zur benötigten Programmierumgebung erhalten.

Découverte des portes logiques et de comment les combiner pour faire des choses utiles

Un ordinateur sait faire tellement de choses… Échanger des messages, retoucher des photos, générer du texte, analyser des données, etc. Mais en fait, les ordinateurs actuels arrivent à faire tout ceci à partir de composants électroniques très simples, qui, ensemble, réalisent des opérations élémentaires comme additionner ou multiplier des nombres. Nous découvrirons les portes logiques et nous les combinerons pour réaliser de petits circuits utiles qui forment les bases de ce qu'est un ordinateur.

Leitung: Dr. Jean-Philippe Pellet, HEP Vaud, EPFL

Sprache: Français

Zielgruppe: Students age 12 to 18

Voraussetzungen: None

Biber-Begleitprogramm

In der algorithmischen Spieltheorie wird untersucht, wer ein Spiel gewinnen kann. Bei vielen Zweipersonenspielen gibt es erstaunliche mathematische Methoden, die aus einer Spielstellung ablesen können, welches ein guter Zug ist. Da Spieltheorie ein wichtiges Werkzeug bei wirtschaftlichen Entscheidungen ist, kann diese Theorie auch erfolgreich in der Praxis verwendet werden.

Referent: Prof. Dr. Peter Rossmanith, RWTH Aachen

Die Informatik ist eine junge Disziplin, die auf eine jahrtausendealte Tradition zurückblickt. Dieser scheinbar widersprüchliche Gedanke kann uns dabei helfen, den Informatikunterricht mithilfe von (Informatik-)Bibern und Schildkröten zu gestalten. Mit unterhaltsamen Geschichten lassen sich Algorithmen und Programme, Informationen und Daten, Modelle und Realität mit dem Alltag von Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen verflechten - die angestrebte Problemlösungskompetenz ist langlebig.

Referent: Dr. Giovanni Serafini, ETH Zürich

Workshop-Leitende

Unsere Referentinnen und Referenten sind Professorinnen, Professoren, Dozierende, Forscherinnen, Forscher und Lehrpersonen aus dem In- und Ausland.

Tobias Antensteiner (KIT) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informatik und ihre Didaktik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sein Forschungsinteresse verbindet domänenspezifische Sprachen mit Data‑Science‑Education und fokussiert sich auf Darstellungsmöglichkeiten von tabellarischen Daten.

Lucia Di Caro (FHNW) studierte an der ETH Zürich Mathematik und erwarb den didaktischen Lehrausweis in Mathematik. Anschliessend promovierte sie in Theoretischer Informatik und war Mitarbeiterin des ABZ. Sie unterrichtete mehrere Jahre an Gymnasien und ist jetzt Dozentin für Mathematik und Theoretische Informatik an der Hochschule für Informatik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und im Master of Science in Engineering (MSE).

Luca Chiodini (USI) is a postdoctoral researcher in the LuCE group at USI. He is keen on improving education and has developed the PyTamaro graphics library and the PyTamaro Web platform that are now used across Switzerland and beyond to teach fundamental programming ideas in an engaging way.

Susan Grabowski (ETH Zürich) forscht, lehrt und experimentiert seit mehr als 20 Jahren an der Schnittstelle zwischen Informatik und Kunst - an Universitäten, Schulen und Museen. Ihre Leidenschaft für die Verbindung von Robotik mit (Computer)Kunst will sie nun auch mit Kindern und Lehrpersonen an den Volksschulen teilen.

Sven Grübel (ETH Zürich) ist Doktorand an der ETH Zürich in der Gruppe «Algorithmen und Didaktik». Er interessiert sich sehr für Cybersicherheit und möchte dieses Thema auf eine angewandte Art und Weise in Gymnasien bringen, um die kommende Generation im Umgang mit der Onlinewelt zu unterstützen.

Matthias Hauswirth (USI) loves teaching and profoundly enjoys helping students to learn to program. He leads LuCE, the «Lugano Computing Education Research Group» at USI. LuCE develops and studies pedagogical approaches and tools for teaching programming, such as the PyTamaro graphics library and educational Python programming platform, the ProgMiscon programming language misconception inventory, and notional machines that help to explain programs and programming language constructs.

Madlaina Holler (Kantonsschule Zürcher Unterland) ist Informatik-Lehrerin an der Kantonsschule Zürcher Unterland. Sie begleitet die Entwicklung von CyberQuest auf didaktischer Ebene.

Juraj Hromkovič (ETH Zürich) ist emeritierter Professor der ETH Zürich. Neben seiner Forschung an den Grundlagen der Informatik widmet er sich seit über 25 Jahren der Ausbildung von Lehrpersonen aller Schulstufen. Er hat das ABZ gegründet, den STIU ins Leben gerufen und angefangen, das Schweizer Finale des Informatikbibers zu organisieren.

Regula Lacher (ETH Zürich) ist viele Jahre am ABZ tätig und beteiligt sich an der Ausbildung von Lehrpersonen und der Entwicklung von Unterrichtseinheiten für den Informatikunterricht. Sie ist Mitautorin von neun Lehrmitteln für unterschiedliche Altersstufen.

Lukas Lehner (TU Wien) ist Doktorand auf dem Gebiet der Informatikdidaktik und forscht daran, wie KI-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern gefördert werden können. Er entwickelte «Unplugged»-Lehrmaterialien, die verschiedene Methoden des Maschinellen Lernens auf spielerisch-entdeckende Weise begreifbar machen.

Matthias Müller (PHGR) leitet die Professur Mathematikdidaktik an der PH Graubünden. Seine Promotion schloss er 2014 zum Thema «Zur Schülerzentrierung im Mathematikunterricht mit Computeralgebra-Systemen» ab. Im Rahmen der zweiten wissenschaftlichen Qualifikationsphase (Habilitation) erweiterte er seinen Forschungsschwerpunkt zum Lehren und Lernen mit digitalen Mathematikwerkzeugen. Der Forschungsschwerpunkt wird in aktuellen Outreach-Projekten an der PH Graubünden weiterverfolgt.

Klaus Nigsch (TU Wien) ist Doktorand am «Learning Technologies and eDidactics Research Lab» und Projektorganisator im «TU Wien Informatics eduLAB». Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Softwareentwicklung, Informatikdidaktik und der verantwortungsvollen Gestaltung von Technologien. Er entwickelt «Unplugged»-Informatik-Workshops für Kinder, in denen Informatikkonzepte mit analogen, spielerisch-entdeckerischen Methoden vermittelt werden, um das Verständnis für Informatik zu stärken.

Jean-Philippe Pellet (HEP Vaud, EPFL) teaches at HEP Vaud and EPFL and is involved with the organization of the yearly Bebras Challenge in Switzerland. His main interest is didactics of informatics in general and of programming in particular. He is passionate about the development of pedagogical tools and tries to program at least a little bit every day.

Gloria Pittet (EPFL) holds a Master’s degree in Life Sciences Engineering from EPFL and teaches natural sciences, mathematics, and informatics in secondary schools. Next year, she will teach at «Gymnasium»-level while continuing her education at HEP, where she is currently completing her studies. Deeply curious and creative by nature, she is passionate about making science accessible, engaging, and meaningful for the younger generation. She runs the Instagram account @bio_logique_ where she shares her love for biology through creative science communication with Peasy the tardigrade.

Jacqueline Staub (Universität Trier) ist für die Entwicklung von XLogoOnline bestens bekannt. Ihre Programmierumgebung für Kindergarten und Primarschule ist im Rahmen einer Kooperation der PH Graubünden mit der ETH entstanden. Nach Masterstudium, Lehrdiplom und Doktorat (zum Thema «Programming in K–6: Understanding Errors and Supporting Autonomous Learning») an der ETH hat Jacqueline Staub einen Ruf der Universität Trier erhalten. Seit Januar 2022 leitet sie dort die von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderte CZS-Stiftungsprofessur für Informatik und ihre Didaktik.

Annika Vielsack (KIT) ist Doktorandin auf dem Gebiet der Informatikdidaktik am Karlsruher Institut für Technologie. Seit 2019 koordiniert sie den Aufbau sowie die Weiterentwicklung des «Lehr-Lern-Labor Informatik Karlsruhe». Im Rahmen ihrer Forschung verbindet sie «Unplugged»-Ansätze gezielt mit digitalen Methoden für den schulischen und außerschulischen Informatikunterricht.

April Yi Wang (ETH Zürich) is an Assistant Professor in ETH Zürich, where she directs the Programming, Education, and Computer-Human Interaction Lab. Her research lies at the intersection of human-computer interaction and educational technology, with a focus on how people construct and communicate mental models of computing systems. She studies how interaction design can support people in understanding complex computational processes, bridging contexts from professional practice to learning environments.